
Einführung
Wenn sich an diesen Zuständen für Verbraucher nichts grundlegend verbessert, wird auch die enge Symbiose zwischen Staat und Wirtschaft langfristig Schaden nehmen – selbst wenn viele Unternehmen weiterhin stark mit deutschen Strukturen und Traditionen verbunden bleiben. Deutschland verliert zunehmend an Attraktivität – nicht nur für hochqualifizierte Zuwanderer, die immer häufiger über Auswanderung nachdenken, sondern auch für viele, die bereits hier leben. Sie sind enttäuscht von den realen Bedingungen ihres Alltags als Verbraucher.
Während die Politik in früheren Jahrzehnten teils aktiv die Rückkehr von Migranten förderte, zeigt sich heute, wie sehr Deutschland auf internationale Fachkräfte angewiesen ist. Doch wer hier lebt, arbeitet und konsumiert, merkt schnell: Verbraucherfreundlichkeit ist kein fester Bestandteil der gelebten Kultur.
Vielleicht ist das der Grund, warum viele Deutsche mit diesen Zuständen besser zurechtkommen – sie kennen einen anderen Umgang mit Kunden und Verbrauchern meist nur aus dem Ausland, nicht aber aus dem eigenen Land. Für Menschen mit Erfahrungen in serviceorientierten Gesellschaften ist der Kontrast dagegen oft ernüchternd – und er trägt dazu bei, dass sich selbst gut integrierte Menschen zunehmend gegen ein dauerhaftes Leben in Deutschland entscheiden.
Diese enttäuschende Realität steht im krassen Widerspruch zur öffentlichen Selbstdarstellung.
Was sich ändern muss
Wenn Deutschland im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte bestehen will, reichen Gehälter, Visa-Erleichterungen oder der Abbau von Bürokratie allein nicht aus. Es braucht einen grundlegenden Wandel – hin zu echter Serviceverantwortung, institutionellem Respekt gegenüber dem Einzelnen und einem Verbraucherschutz, der diesen Namen verdient.
Aus meiner Sicht bleibt Deutschland ohne solch einen modernen Verbraucherschutz, wie er etwa mit dem Projekt „Deutschland im 21. Jahrhundert“ angestrebt wird, auf absehbare Zeit verbraucherunfreundlich. Das kann dazu führen, dass Fachkräfte zwar kommen, aber nicht bleiben – oder dass sich kulturell problematische Zustände sogar verfestigen. Denn wer aus Ländern mit schwachem Verbraucherschutz kommt, könnte die hiesigen Defizite als normal empfinden – und sich an einen Zustand gewöhnen, der weder demokratisch noch zukunftsfähig ist. So besteht die Gefahr, dass sich schlechte institutionelle Gewohnheiten verstärken, statt dass Deutschland als positives Vorbild wirkt.
Einzelfälle sind keine Betriebsstörung.
Sie sind Prüfsteine einer funktionierenden Demokratie.
Das Projekt „Deutschland im 21 Jahrhundert“ setzt genau hier an:
Es kämpft für Strukturen, die dem Einzelnen echte Möglichkeiten zur Selbstverteidigung geben – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Status.
Die Fachpresse veröffentlicht inzwischen offen über früher tabuisierte Themen und liefert damit wertvolle Anhaltspunkte für Veränderungen sowie die Vorbereitung unserer Gesellschaft auf die Herausforderungen der Zukunft. Aus diesem Grund gibt es auch das Projekt „Verbraucherhilfe-direkt“ – individuell und kostenlos. Wenn dieses Projekt erfolgreich ist, wird Deutschland nicht nur für die hier lebenden Menschen attraktiver und gerechter, sondern es wird auch international als ein Land wahrgenommen, das sich aktiv und verantwortungsvoll um die Bedürfnisse seiner Bürgerinnen und Bürger kümmert. So kann Deutschland seinen Ruf verbessern und gleichzeitig eine Vorreiterrolle einnehmen – im Umgang mit den Herausforderungen der modernen Gesellschaft und einer zunehmend globalisierten Welt.
„Der Ausdruck »Servicewüste Deutschland« wird 30 Jahre alt. Verbessert hat sich seither nicht viel.“
„Auswanderer bewerten Deutschland als eines der schlechtesten Länder“
Quelle: Focus Online, 12.07.2023, 10:08 >>>
„In einer Umfrage unter Expatriates schneidet Deutschland miserabel ab.“
Quelle Der Spiegel, 21.03.2023 >>>
„Deutschland bei ausländischen Fachkräften äußerst unbeliebt“.
Quelle: CareVor9, November 2024 | 07:00 Uhr >>>
„Unter den zehn unfreundlichsten Städten der Welt sind vier deutsche, eine ganz vorne“.
Quelle: Focus Magazin, 21.03.2025 >>>
„Viele Menschen aus anderen Kulturen erleben im Alltag nicht nur Unfreundlichkeit, sondern fühlen sich von der deutschen Gesellschaft oft nicht akzeptiert. Dieses Gefühl der Nicht-Akzeptanz durch Deutsche führt nicht selten dazu, dass sie sich entfremdet fühlen und sich immer mehr zurückziehen. Trotz oft großer Bemühungen fügen sie sich zwar nach außen, doch die Summe solcher Erfahrungen erzeugt Ablehnung – bis hin zur Entscheidung, Deutschland wieder zu verlassen.“
Quelle: Focus, 17.09.2025 >>>
Veränderung ist kein Naturereignis – sie ist das Ergebnis politischer Willenskraft. Wer ernsthaft eine zukunftsfähige Demokratie anstrebt, darf sich nicht mit dem Machbaren zufriedengeben, sondern muss das Notwendige fordern – auch wenn es mit Widerstand verbunden ist. In diesem Sinne bleibt der Geist der athenischen Reformen aktuell: Demokratie entsteht dort, wo der Mut zur Gestaltung größer ist als die Angst vor dem Verlust bestehender Privilegien. Machen Sie mit und lassen Sie uns das Projektziel erreichen! Projektziel>>>
