Es wirkt, als müsse der deutsche Staat seine Bürgerinnen und Bürger daran erinnern, dass Deutschland eine Demokratie ist. Seit Dezember 2025 greift die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) dieses Thema in einer Kampagne auf und betont die Bedeutung von politischer Beteiligung und Mitentscheidung.
Im Rahmen der Kampagne wurden eine Broschure>>> sowie eine begleitende Webseite>>> veröffentlicht, die zur aktiven Einmischung und Teilnahme an demokratischen Prozessen aufrufen.

Die bpb erklärt u.a. Folgendes:
Demokratie betrifft alle Menschen in Deutschland:
- Jede Person kann sich einmischen.
- Jede Person kann ihre Meinung sagen.
- Jede Person kann Vorschläge machen.
Die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) ist eine deutsche Bundesbehörde, deren Hauptaufgabe es ist, die politische Bildung der Bevölkerung zu fördern. Sie gehört zum Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.
ABER I: Mit welcher Ernsthaftigkeit werden die Einmischung, die Meinung und die Vorschläge des Einzelnen tatsächlich behandelt? Die Theorie, wie sie in Gesetzen verankert ist, liest sich zwar schön – doch wie sieht die Praxis wirklich aus?
ABER II: Demokratie funktioniert nur, wenn jeder Einzelne als moralisches und politisches Subjekt ernst genommen wird. Das erkannte Immanuel Kant im 18. Jahrhundert, einer Zeit, in der sich der Mensch von Ungerechtigkeiten zu befreien versuchte.
Haben wir wirklich ein gerechtes System in unserem Staat, der als volkssouverän gilt – oder ist unser Staat tatsächlich nicht weitgehend vollständig von den Bürgerinnen und Bürgern getragen?
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ Doch eine Masse von Bürgerinnen und Bürgern, die in Gefügigkeit gehalten wird, schafft diesen Ausgang ohne richtige politische Führung nicht. Mächtige Strukturen halten sie teils bewusst in Unmündigkeit. Genau deshalb kämpfen wir mit unserem Projekt www.deutschland21jh.de für echte Teilhabe und individuelle Stärke.
Haben wir wirklich eine Demokratie, die bürgernah ist und die Menschen als individuelle Subjekte ernst nimmt?
Unser Projekt ruft Sie dazu auf, die Instrumente unserer Demokratie zu nutzen und eigene Erfahrungen damit zu sammeln. Beurteilen Sie die Qualität unserer Demokratie nicht nach Theorien, sondern nach Ihren eigenen Erlebnissen.
Meine persönlichen Erfahrungen mit demokratischen Instrumenten zur Mitwirkung und politischen Einmischung sind sehr ernüchternd. Doch ich und meine Erfahrungen stehen nicht im Mittelpunkt dessen, wofür ich mich im Rahmen des Projekts de21jh-vuy466aocp.live-website.com/ einsetze.
Unser Projekt deutschland21jh wird nur dann eine realistische Chance auf Erfolg haben, wenn jede und jeder Einzelne es als persönliches Anliegen begreift und sich aktiv einmischt sowie politisch dafür einsetzt. Ich selbst werde nicht in die Politik gehen, nicht für ein politisches Amt kandidieren und kein Geld annehmen, um finanzielle Stärke aufzubauen, die mir ein kämpferischeres Auftreten für dieses Projket ermöglichen würde. Ich werde mich weiterhin allein mit den dem Einzelnen zur Verfüngung stehenden Mitteln der Demokratie für die Erreichung unserer Ziele einsetzen. Wenn andere Einzelne mitmachen, dann entwickeln wir Stärke.
Wenn wir unser Projektziel nicht erreichen
Wird das Ziel dieses Projekts nicht erreicht, wird es für den Einzelnen in irgendeinem Moment seines Lebens in Deutschland extrem schwer, gut zu leben. Wird unser Ziel – oder ein vergleichbares – verfehlt, läuft für die homogene Masse der Bürgerinnen und Bürger zunächst alles wie gewohnt weiter. Doch spätestens dann, wenn der Einzelne in Konflikt mit juristischen Personen gerät, ohne über die finanziellen Mittel zu verfügen, um seine Rechte als Patient, Kunde, Mandant oder Bürger zu verteidigen, verändert sich die Qualität seines Lebens als Massenelement drastisch. Er steht nun allein vor einem großen Problem und muss seine Rechte als Individuum in seiner Rolle als Verbraucher durchsetzen.
Unternehmen, die gegen diese Rechte verstoßen – absichtlich oder grob fahrlässig –, werden in Deutschland kaum zur Verantwortung gezogen. Kaum jemand nimmt wirklich Notiz davon.
Der Einzelne geht in einer solchen Notsituation meist still, kärglich und einsam unter – in jener Masse von Verbrauchern, der er sich zuvor gern „demokratisch“ angepasst und mit der er sich lange konform verhalten hat. Für diese Anpassung und Konformität wird er kaum anerkannt oder honoriert. Ein Betreuer kann ihm dabei nur selten wirklich helfen, denn das Rechtssystem ist für individuelles Vorgehen zum Schutz der eigenen Rechte extrem komplex und kostspielig.
Die Theorie der Demokratie in Deutschland wirkt auf den ersten Blick motivierend und einladend. Die Realität jedoch ist – zumindest nach meinen eigenen Erfahrungen und denen, die ich hautnah miterlebt habe – weit entfernt von der vermittelten Theorie. Dennoch bleibe ich dran, denn immer mehr Menschen sind unzufrieden mit der Qualität unserer Demokratie, die den Einzelnen de facto zu einer weitgehend bedeutungslosen Figur zwingt.
Wenn sich jedoch immer mehr Einzelne aus der anonymen Masse lösen, in der Individuen oft als bedeutungslos behandelt werden, und insbesondere in ihrer Rolle als Verbraucher Macht entwickeln, kann echte Veränderung entstehen. Möglicherweise ergibt sich daraus ein Synergieeffekt: Eine größer werdende Masse engagierter Kämpfer für wirklichen Verbraucherschutz könnte entstehen. Gemeinsam könnten wir diesen Schutz nicht nur gesetzlich verankern, sondern auch im Alltag konsequent umsetzen und so gestalten, dass er tatsächlich den Vorgaben des Gesetzes entspricht. Dann wäre es möglich, dass Menschen auch in Konfliktsituationen mit jeglicher Art von juristischer Person eine verlässliche Lebensqualität genießen – in allen Lebensphasen. Diese Vision ist ambitioniert, aber realistisch, wenn genügend Einzelne aktiv mitgestalten und ihre Rolle als Verbraucher und Bürger ernst nehmen.
Diese Macht entsteht dort, wo Menschen konsequent einfordern, korrekt und respektvoll behandelt zu werden – in Krankenhäusern, Arztpraxen, Altenheimen, Anwaltskanzleien, bei Behörden sowie in Handels- und Dienstleistungsunternehmen aller Art.
Das betrifft den gesamten Prozess im Umgang mit jeder Art von juristischer Person: von der Beratung über den Kauf und die Nutzung von Leistungen bis hin zu Support, Vertragskündigung und Stornierung. Wenn viele Einzelne dies dauerhaft und konsequent einfordern, entsteht ein gesellschaftlicher Druck, dem sich auch der Staat nicht entziehen kann. Erst dann wird er gezwungen sein, seiner Verantwortung gerecht zu werden und korrekt zu handeln. Auf diese Weise könnte Demokratie schließlich so funktionieren, wie sie von der bpb auf motivierende Weise vermittelt wird.
Wenn wir unser Projektziel erreichen…
… entsteht eine neue Gesellschaft: eine Bürgerschaft, in der jeder Einzelne zählt, mündige Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihre Rechte wahrnehmen, eine Politik, die echte Teilhabe ernsthaft fördert, verantwortungsvolle Unternehmer, die die Probleme von Verbrauchern individuell korrekt behandeln – und dadurch eine Demokratie, die wirklich für die Menschen funktioniert.
Wenn wir das Ziel unseres Projekts erreichen, wird sich Deutschland nachhaltig zum Besseren verändern und international richtungsweisend sein. Das Land wird für hochqualifizierte Fachkräfte und ihre Familien so attraktiv, dass sie Deutschland nicht mehr verlassen wollen. Gleichzeitig werden sich die eigenen hochqualifizierten Fachkräfte hier wohlfühlen und nicht länger aus Gründen mangelnder Lebensqualität auswandern.
Vom Einzelnen zur Masse entsteht ein dynamischer Prozess: Politik, Verwaltung und Unternehmen arbeiten für die Einzelnen, die wiederum als Teil der Masse gestärkt werden. Das Ergebnis: eine Masse hoch motivierter Bürgerinnen und Bürger, die in sich selbst investieren – in Bildung, Weiterbildung, Familiengründung, Kreativität und gesellschaftliches Engagement.
Aktuell:
Die Masse überdeckt den Einzelnen in einer sehr ungünstigen Weise. Politik richtet sich vorrangig an die Masse, und der Einzelne wird von Geburt an gezwungen, sich anzupassen, zu fügen und Gehorsam zu zeigen. Bei individuellen Problemen greifen die bestehenden Instrumente kaum, und es bleibt nur noch Gefügigkeit. Das Ergebnis: eine Masse unzufriedener Einzelner, die nachhaltig das Vertrauen in den Staat verlieren.
