Heute, am 11. März 2026, nur wenige Minuten nachdem ich ein Konto bei LinkedIN für das Projekt Deutschland21jh erstellt und einen Artikel über die schlechte Servicequalität von DHL – ein in Deutschland weithin bekanntes Problem – veröffentlicht hatte, wurde das Konto sofort eingeschränkt (= blockiert).


Willkür als Regel
Nur wenige Minuten nach der Erstellung unseres Projektkontos und der Veröffentlichung eines kritischen Beitrags zur Servicequalität von DHL wurde das Konto eingeschränkt (= keinen Zugang zum Konto)
Die Begründung von LinkedIn:
„Wir setzen proaktive Maßnahmen ein, um Sie zu schützen, wenn wir möglicherweise unbefugten Zugriff oder Aktivitäten erkennen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen.“ Um uns zu schützen?!
Diese standardisierte Aussage ersetzt trotzdem keine konkrete Begründung.
Bis heute bleibt unbeantwortet:
- Welche Richtlinie wurde angeblich verletzt?
- Welche konkrete Aktivität war problematisch?
- Worin bestand der angebliche „Schutzbedarf“?
Statt Transparenz verlangt LinkedIn eine Identitätsprüfung über einen externen Dienstleister (Persona) – verbunden mit der Weitergabe sensibler persönlichen Daten an Dritte. Das ist kein verhältnismäßiger Schritt, sondern eine massive Hürde für legitime Nutzung.
Der zeitliche Ablauf ist auffällig:
=> Ein neues Konto veröffentlicht einen kritischen Beitrag, der der Realität entspricht – und wird innerhalb von Minuten eingeschränkt.
Das wirft eine grundsätzliche Frage auf:
=> Handelt es sich hier um automatisierte Sicherheitssysteme – oder um strukturelle Unterdrückung unerwünschter Inhalte?
Digitale Plattformen wie LinkedIn haben sich zu zentralen Infrastrukturen öffentlicher und beruflicher Kommunikation entwickelt. Wer diese Infrastruktur kontrolliert, trägt Verantwortung für faire Verfahren, Nachvollziehbarkeit und Meinungsvielfalt.
Doch genau daran fehlt es:
- Entscheidungen werden intransparent getroffen
- Begründungen bleiben vage oder ausweichend
- Betroffene werden zur Preisgabe sensibler Daten gedrängt
Das ist kein „Schutz“ – das ist Macht ohne Rechenschaft.
Ebenso problematisch ist, dass betroffene Nutzer in Deutschland faktisch kaum wirksame Unterstützung durch Aufsichtsbehörden erwarten können. Verfahren sind oft langwierig, intransparent und führen selten zu konkreten, zeitnahen Ergebnissen für einzelne Betroffene.
Wenn wir diese Zustände nicht klar und öffentlich kritisieren, bleibt der ohnehin schwache Schutz von Verbrauchern bestehen – und wirkt sich langfristig zu unserem Nachteil aus.
Das Ergebnis ist ein strukturelles Ungleichgewicht:
=> Große Plattformen können weitreichende Entscheidungen treffen, während einzelne Nutzer kaum effektive Mittel haben, sich dagegen zu wehren.
Wenn Plattformen kritische Inhalte faktisch unterbinden können, ohne ihre Entscheidungen offenlegen zu müssen, entsteht ein systemisches Problem für die digitale Öffentlichkeit.
Ich werde mich nicht an diesem System beteiligen, indem ich meine persönlichen Daten unter diesen Bedingungen preisgebe.
Sollte LinkedIn der Ansicht sein, dass kritische Projekte auf der Plattform keinen Platz haben, dann ist die Sperrung dieses Kontos konsequent – aber auch entlarvend.
Transparenz, Rechtsklarheit und Rechenschaftspflicht dürfen nicht selektiv gelten.
Sie sind keine optionalen Prinzipien, sondern die Grundlage jeder funktionierenden digitalen Öffentlichkeit.
