Ein Manifest für wirksamen Verbraucherschutz und gelebte Demokratie
Wir akzeptieren nicht länger ein System, in dem Rechte auf dem Papier bestehen, im Alltag jedoch ins Leere laufen.

Wir akzeptieren nicht, dass der Einzelne Zeit, Geld und Energie aufbringen muss, um das durchzusetzen, was ihm längst zusteht.
Wir akzeptieren nicht, dass wirtschaftlich starke Akteure über Strukturen verfügen, die es ihnen ermöglichen, Verantwortung zu verzögern, zu verschleiern oder zu vermeiden – während der einzelne Verbraucher faktisch allein bleibt.
Unsere Forderung
Wir fordern die Schaffung eines Verbraucherschutzsystems, das:
- individuelle Ansprüche wirksam durchsetzt
- unbürokratisch funktioniert
- kostenfrei zugänglich ist
- zeitnah handelt
Ein System, das nicht verwaltet, sondern schützt.
Ein System, das nicht verzögert, sondern durchsetzt.
Der Maßstab ist der Einzelne
Der Verbraucher ist kein Randakteur des Marktes.
Er ist sein Fundament.
Als Individuum ist er zugleich Träger der Volkssouveränität – und damit Kern unseres demokratischen Systems.
Ein Staat, der Konsum erwartet, ist verpflichtet, Schutz zu gewährleisten.
Nicht abstrakt. Nicht verzögert. Sondern konkret – im entscheidenden Moment.
Gleiche Rechte bedeuten gleiche Durchsetzung
Rechte verlieren ihren Wert, wenn ihre Durchsetzung vom Einkommen, von Zeit oder von Durchhaltevermögen abhängt.
Gleichheit vor dem Gesetz bedeutet:
Jeder Einzelne muss über dieselben effektiven Mittel verfügen wie große Unternehmen oder institutionelle Akteure.
Alles andere ist keine Gleichheit – sondern ein strukturelles Ungleichgewicht.
Ein System für alle Bereiche des Alltags
Verbraucherrechte gelten überall dort, wo Menschen auf Dienstleistungen angewiesen sind:
- bei Unternehmen
- gegenüber Verwaltungen
- gegenüber Körperschaften des öffentlichen Rechts
- gegenüber allen Institutionen, die Leistungen erbringen
Niemand darf sich dieser Verantwortung entziehen.
Unser Ziel: Rechte, die im Alltag greifen
Wir wollen ein System, in dem:
- Probleme sofort adressiert werden
- Ansprüche konsequent durchgesetzt werden
- Hürden systematisch abgebaut werden
Ein System, das den Verbraucher nicht prüft, sondern schützt.
Ein System, das den Missbrauch nicht toleriert, sondern beendet.
Die Infrastruktur der Durchsetzung
Wir fordern den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks von Verbraucherschutzagenturen:
- flächendeckend
- wohnortnah
- für jeden zugänglich
Dieses Netzwerk garantiert:
- kompetente Beratung
- konsequente Rechtsdurchsetzung
- wirksame Unterstützung
Unabhängig von Herkunft, Einkommen oder persönlicher Situation.
Ein Rechtsschutz ohne Hürden
Jeder Mensch muss in der Lage sein:
- seine Verbraucherrechte ohne Kostenrisiko
- ohne bürokratische Belastung
- und ohne strukturelle Nachteile
zu verteidigen.
Nicht als Ausnahme.
Sondern als Standard.
Die Konsequenz
Wenn Verbraucher ihre Rechte wirksam durchsetzen können, verändert sich der Markt:
- Unternehmen handeln verantwortungsvoller
- Service wird zur Pflicht, nicht zur Option
- Respekt wird zum Maßstab
Nicht durch Appelle.
Sondern durch klare, durchsetzbare Regeln.
Unser Anspruch
Wir stehen für eine Demokratie, die nicht nur verspricht, sondern schützt.
Für ein System, das den Einzelnen stärkt – nicht überfordert.
Für eine Ordnung, in der Recht nicht nur existiert, sondern wirkt.
Deutschland21jh
Eine Initiative für echte Gleichheit vor dem Recht.
Für wirksamen Schutz.
Für eine Demokratie, die im Alltag besteht.
Das Projekt Deutschland im 21. Jahrhundert fordert:
1. Verbraucher-Schutzagentur mit echter Handlungsvollmacht
Eine unabhängige Institution, die Beschwerden einzelner Verbraucher im eigenen Namen prüft, verfolgt und durchsetzt – kostenlos, schnell und effizient. Mit dem Ziel: Nicht das Opfer muss beweisen, dass ein Fehler vorliegt, sondern der Anbieter, dass alles korrekt ablief. Beweislastumkehr – wie in vielen EU-Ländern längst Standard.
2. Recht auf Beweissammlung
Verbraucher müssen das Recht erhalten, Gespräche mit dem Kundensupport aufzuzeichnen – insbesondere dann, wenn sie dem Unternehmen selbst eine Gesprächsaufzeichnung gestatten. Transparenz darf keine Einbahnstraße sein.
Wir haben eine entsprechende Petition eingereicht.
Der Staat verlangt vom Bürger, dass er seine Aussagen im Streitfall belegen kann – doch gerade jene Akteure, die dem Bürger Leistungen erbringen, erschweren häufig genau diese Beweissicherung.
Ein System, das Beweise verhindert, schützt nicht das Recht – es schützt Machtmissbrauch.
3. Haftungsverschärfung für Konzerne
Wenn systemische Probleme bekannt sind – wie betrugsanfällige Zahlungsmethoden oder mangelhafte Sicherheit – müssen Unternehmen (zum Beispiel Banken) haften, nicht die betroffenen Kunden.
Verbraucher im Sinne dieses Projekts
Im engen rechtlichen Sinne gelten Bürgerinnen und Bürger nicht als „Verbraucher“ staatlicher Leistungen. Dieses Projekt, das den Aufbau einer unabhängigen, öffentlich getragenen Verbraucherschutzagentur anstrebt, erweitert den Begriff bewusst und klar: Verbraucher sind alle Menschen, die aktiv am wirtschaftlichen Leben teilnehmen oder staatliche und soziale Leistungen in Anspruch nehmen und dabei auf den Schutz ihrer Rechte angewiesen sind – sei es beim Kauf von Waren, beim Zugang zu staatlichen Leistungen oder in ihrer allgemeinen Rolle innerhalb des Wirtschaftssystems. Dabei leisten Bürgerinnen und Bürger stets eine Vorleistung, denn entweder sie selbst oder die Gesellschaft tragen die Kosten durch Erspartes oder Steuermittel. Gerade weil die Bürger das unverzichtbare Fundament unseres demokratischen Staates im 21. Jahrhundert bilden, haben sie einen Anspruch auf umfassenden Schutz und Anerkennung ihrer Rechte – als gleichwertige, zentrale Akteure, ohne deren Mitwirkung Demokratie, Rechtstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit nicht existieren können. Es ist an der Zeit, diesen Anspruch konsequent umzusetzen und den Bürger in seiner Rolle als Verbraucher endlich angemessen zu stärken.
Bürger als Verbraucher von Leistungen sind oft in einer schwachen Position und damit besonders anfällig für Rechtsverletzungen durch juristische Personen
Der Bürger als Einzelverbraucher im reichsten Staat der EU, der Bundesrepublik Deutschland, wird weiterhin in seiner Stellung sehr schwach gehalten. Nicht nur werden seine Verbraucherrechte häufig missachtet, auch die Wirtschaft zeigt immer weniger Respekt gegenüber dem Einzelnen. Nur eine kleine, finanzstarke Mehrheit ist in der Lage, sich gegen solche Verstöße zu wehren, da das Recht für sie aufgrund ihrer Ressourcen wesentlich besser durchsetzbar ist.
„Schwach zu sein bedeutet, Aggression, Unterdrückung, Tyrannei, Elend und Leid einzuladen“ (Louis Karoniaktajeh Hall)
Wenn der einzelne Verbraucher sich nicht wirksam schützen kann, wird er – und mit ihm die breite Masse – zur willfährigen Marionette mächtiger juristischer Personen, gezwungen zu Gefügigkeit und Gehorsam. Ein Staat, der solche Ungerechtigkeiten im 21. Jahrhundert weiterhin zulässt, riskiert langfristig das Vertrauen in seine demokratische Legitimation und setzt die Grundpfeiler seiner eigenen Ordnung aufs Spiel.
